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Mittelstandunion Niederbayern warnt vor Blackouts in Deutschland PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 10. Januar 2012 um 00:34 Uhr

Bezirksverband der Mittelstandunion Niederbayern 07.01.2012


- P r e s s e m i t t e i l u n g -

Der Bezirksverband der Mittelstandunion Niederbayern warnt vor Blackouts in Deutschland und wachsenden Beeinträchtigungen der Wirtschaft durch Instabilitäten in der Energieversorgung. Die Bundesregierung wird aufgerufen, zügig ein energiepolitisches Gesamt-konzept vorzulegen, welches grundlegende Fragen der Versorgungssicherheit behandelt. Dazu erklärte Dipl.Ing.(FH) Peter Erl, Bezirksvorsitzender der Mittelstandunion Niederbayern:

„Die hektisch vollzogene Energiewende offenbart zunehmend ihre Schwächen. Unsere vorgebrachten Bedenken bezüglich der Ausstiegszeit bis zum Jahre 2022 scheinen sich zu bewahrheiten.

Im Dezember 2011 konnte die Stromversorgung in Deutschland nur Dank der Kaltreserven aus Österreich und den massiven Zukauf von Strom aus Atomkraftwerken in Frankreich u. Tschechien stabil gehalten werden. Dafür wurde auch ein altes Öl-Kraftwerk nahe Graz wieder ans Netz angeschlossen. Wenn Deutschland selbst in einem so milden Winter wie 2011/2012 von Stromimporten abhängt, dann gehen bei strengem Frost womöglich bald die Lichter aus.

Mit dem abrupten Ausstieg aus der Kernenergie und dem Umstieg auf alternative Energien ergeben sich grundlegende Fragen, die bis zum heutigen Tag nicht beantwortet sind. Die Bundesregierung muss zügig ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiewende vorlegen. Es muss oberste Priorität der Politik sein, Klarheit zu schaffen und aufzuzeigen, wie eine preiswerte, sichere und umweltfreundliche Energieversorgung sichergestellt werden kann. Die Bundesregierung muss dar-legen, wie Deutschland auf Dauer nicht zum Stromimporteur wird und wie die weitestgehende Unabhängigkeit von anderen Ländern gewährleistet werden kann. Außerdem muss deutlich werden, wer in Berlin das Thema Netzausbau entschieden vorantreibt.

Die heutigen Übertragungs- und Verteilernetze halten den wachsenden Anforderungen nicht stand. Sie müssen dringend umfassend aus- und umgebaut werden. Zukünftige Versorgungssicherheit hängt im Wesentlichen vom erfolgreichen Netzausbau in den kommenden Jahren ab.

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn Netze zügig ausgebaut werden und künftig vor allem auch Energie gespart wird. Unsere größte Energiequelle ist die Energieeffizienz. Wir können den Energieverbrauch mit den heute schon vorhandenen Technologien erheblich reduzieren, ohne Abstriche an unserer Lebensqualität machen zu müssen. Also gilt es vorrangig, in Maßnahmen zur Energieeffizienz und Ressourcenschonung zu investieren.

Die Mittelstandunion unterstützt steuerliche Anreize für Maßnahmen der Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Deshalb ist es auch höchste Zeit, dass im Vermittlungsausschuss endlich eine Entscheidung fällt, bezüglich der steuerlichen Förderungen bei der energetischen Sanierung von Bauwerken. Taktische Spielchen, Zögern u. Zaudern ist nicht angesagt, sondern entschlossenes Handeln und das erwarten wir und die gesamte Bevölkerung, von den politisch Verantwortlichen.“


Verantwortlich für die Pressemitteilung:


Dipl.Ing.(FH) Peter Erl


Bezirksvorsitzender der Mittelstandunion Niederbayern

 

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